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Geotechnik

Die Geotechnik befasst sich mit den bautechnischen Eigenschaften des Untergrundes im Hinblick auf Bauvorhaben. Der Geotechniker beurteilt unter anderem die Fundationsverhältnisse, die Baugrubenstabilität oder Probleme mit dem Grundwasser. Er braucht dazu Aufschlüsse des Untergrundes, welche mit Sondierbohrungen oder Baggersondierungen gewonnen werden.

Die weitaus meisten Sondierungen in den besiedelten Gebieten der Schweiz dienen zur geotechnischen Erkundung des Untergrundes. Sie reichen in der Regel bis in 2-5m tief, in Einzelfällen auch bis 15-20m und nur selten tiefer. Das heisst, sie erschliessen gerade diejenigen Schichten, die aus quartärgeologischer Sicht interessante Informationen über die jüngste Erdgeschichte liefern.

Es ist deshalb von besonderer Bedeutung, dass alle diese Sondierungen nicht nur aus geotechnischer, sondern auch aus quartärgeologischer Sicht professionell aufgenommen und dokumentiert werden. Dies verlangt ein hohes Verantwortungsbewusstsein und gute Fachkenntnisse der involvierten Geologen in den geologischen und geotechnischen Büros.

Durch fachkundige quartärstratigraphische Korrelation der einzelnen Sondieraufschlüsse lassen sich quartärgeologische Zusammenhänge erkennen, Modelle entwerfen, und im Idealfall können z.B. die zeitliche Entwicklung einer Talgeschichte, die Gletscherschwankungen im Vorfeld eines würmzeitlichen Gletscherstandes oder die Verlandungsgeschichte eines ehemaligen Seebeckens rekonstruiert werden.

Der Geotechniker sondiert nicht nur, er öffnet auch Baugruben, wie z.B. für die SBB Doppelspur Neuenburg-Yverdon im Bild. In solchen grossflächigen Aufschlüssen wurden schon öfters quartärgeologisch interessante Entdeckungen gemacht und Ausgrabungen ermöglicht, wie z.B. dieses Pfahlbauerndorf in Concise NE.

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